17.05.2017

Malta – vor und nach dem EU-Beitritt

Malta – vor und nach der EU - EVS Translations
Malta – vor und nach der EU – EVS Translations

Hier einige interessante Fakten zu Malta, einem Land, das im ersten Halbjahr 2017 zum ersten Mal die EU-Ratspräsidentschaft innehatte und daher eine Zeitlang mehr Aufmerksamkeit erfuhr als sonst:

 

Geografisch gesehen ist Malta eine Ausnahmeerscheinung. Der Inselstaat besteht hauptsächlich aus Kalksteinfelsen, der zu einem Unterwasserrücken gehört, der Afrika mit Sizilien verbindet. Malta umfasst drei Hauptinseln mit einer Gesamtfläche von 316 km2, wobei sich der höchste Punkt 253 m über dem Meeresspiegel befindet. Wälder und Flüsse sucht man hier vergeblich.
Der Zwergstaat Malta hat fast eine halbe Million Einwohner und wird jedes Jahr von fast dreimal so vielen Touristen besucht. Das Land zieht viele Touristen an, denn es hat viel zu bieten.

Die freistehenden neolithischen Ġgantija-Tempel auf Gozo beispielsweise sind älter als die ägyptischen Pyramiden und (wahrscheinlich) sogar Stonehenge. Malta selbst wird immerhin schon seit über 7000 Jahren bewohnt.

Es gibt 365 Kirchen auf Malta, von denen der Rotunde von Mosta (auch bekannt als die Kirche Maria Himmelfahrt) vielleicht der größte Segen zuteilwurde. Sie ist dem römischen Pantheon nachempfunden, wurde 1871  eingeweiht und umfasst eine Kuppel, die in dem Ruf steht, die drittgrößte freitragende Kirchenkuppel der Welt zu sein. Wer architektonisch nicht so leicht zu begeistern ist, lässt sich vielleicht davon beeindrucken, dass die Kirche am 9. April 1942 einer deutschen Fliegerbombe standhielt, die die Kuppel durchschlug, aber nicht explodierte, sodass keiner der 300 Gottesdienstbesucher verletzt wurde.

Nach Ende der Belagerung Maltas im Jahr 1565 entschied sich der Johanniterorden zum Bau einer befestigten Stadt. So entstand die Hauptstadt Valletta, die kleinste europäische Hauptstadt mit einer Fläche von etwa 0,8 km2. Sie war die erste vollständig geplante Stadt Europas und wurde innerhalb von nur 15 Jahren erbaut.

Malta tritt in der epischen Poesie und auch in der westlichen Literaturtradition auf ziemlich unerwartete Weise in Erscheinung. Bei der Lektüre von Homers Epos „Odyssee“ fällt die große Ähnlichkeit von Maltas Schwesterinsel Gozo mit der Insel Ogygia ins Auge, auf der Odysseus auf die Königin Kalypso traf und 7 Jahre mit ihr lebte. Kalypso versprach Odysseus ewige Jugend und Unsterblichkeit, zudem sagt man, dass die beiden in der sogenannten Kalypso-Grotte zusammenlebten, die sich großer Bekanntheit erfreut und einen Ausblick auf den sonnenverwöhnten Strand Ramla Bay gewährt. Es überrascht also nicht, dass sich sein Aufenthalt so lange hinzog.

Malta ist strategisch günstig im Mittelmeer gelegen, daher war Odysseus bei Weitem nicht der Einzige, der hier an Land ging und länger blieb als ursprünglich geplant. Die Insel wurde um 1000 vor Christus von den Phöniziern besiedelt, später kamen dann die Griechen, die Karthager, die Römer, die Wandalen, die Ostrogothen, die Byzantiner, die Araber, der Normannen, die Bewohner des Heiligen Römischen Reichs, der Johanniterorden, die Franzosen unter Napoleon und Vertreter des britischen Empire. 1964 wurde Malta schließlich unabhängig (verblieb jedoch im Commonwealth).

Heute ist Malta eine unabhängige, hochindustrialisierte Volkswirtschaft, die wegen ihrer Lage am Knotenpunkt zwischen Europa, Nordafrika und dem Nahen Osten, ihrer geringen Körperschaftssteuer und ihres rasanten wirtschaftlichen Wachstums bei internationalen Investoren beliebt ist.

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