10.09.2014
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до свидания* Piroggen? – Agrarhandel in Zeiten der Sanktionen

Durch den anhaltenden Konflikt in der Ostukraine wird 2014 wohl das „Jahr der Sanktionen” werden. Ganz gleich, wie sich die Gesamtsituation in den nächsten Monaten, vielleicht Jahren, entwickeln wird, politische und wirtschaftliche Sanktionen sind zum bevorzugten Instrument der EU-Politiker geworden, um den Einfluss Russlands in diesem Konflikt zu beschränken. Russland seinerseits hat auf die Sanktionen der EU und der Vereinigten Staaten mit eigenen Einfuhrbeschränkungen auf Waren und Erzeugnisse aus der EU reagiert. Die politische Wirksamkeit von Sanktionen hängt immer davon ab, wie gravierend diese sind, wie lange sie dauern und mit welcher Entschlossenheit sie umgesetzt werden. Die tatsächliche Abhängigkeit des sanktionierten Landes von den betreffenden Waren ist hierbei für das Ergebnis dieser Strategie von entscheidender Bedeutung. Die lang anhaltenden und harten Sanktionen gegen den Iran, insbesondere die Beschränkungen der Ölexporte und des Finanzhandels, führten sicherlich zu dem gewünschten Ergebnis und brachten die iranische Regierung schließlich an den Verhandlungstisch, doch bleibt es fraglich, ob die Sanktionen gegen Russland in ihrer jetzigen Form die Politik Putins beeinflussen können. Nicht nur ist die gegenseitige Abhängigkeit zwischen Russland und zumindest den europäischen Ländern weitaus größer als es die wirtschaftlichen Bindungen zwischen den USA und dem Iran jemals waren, sondern es gibt auch bereits eine Gruppe von Ländern, die nur allzu bereit und in der Lage sind, neue Absatzmöglichkeiten für die russischen Exporte anzubieten und darüber hinaus die Waren zu liefern, die bisher aus der EU importiert wurden.

Neue Allianzen

Ein interessantes und beachtenswertes Nebenprodukt der Wirtschaftssanktionen aufgrund der Krise in der in Ukraine ist die Entstehung neuer wirtschaftlicher Allianzen, die das internationale Handelssystem auf Jahre hinaus aus dem Gleichgewicht bringen könnten. 2013 exportierten die Vereinigten Staaten und die Europäische Union gemeinsam landwirtschaftliche Produkte im Gesamtwert von 17,1 Mrd. $ nach Russland (1,3 bzw. 15,8 Mrd. $). Der russische Einfuhr-Stopp für landwirtschaftliche Erzeugnisse aus der EU bedeutete das Aus für diese Lieferungen. Die EU-Politiker hofften, dass leere Supermarkt-Regale die Russen dazu bringen würden, Druck auf ihre Regierung auszuüben, aber bis jetzt ist das noch nicht der Fall – ganz im Gegenteil. Designer-T-Shirts mit dem Portrait von Vladimir Putin sind derzeit unter den Reichen und Schönen Moskaus der Renner und ein sicheres Zeichen dafür, dass die Unterstützung der Öffentlichkeit für ihren umstrittenen Präsidenten ungebrochen ist. Und um die Sache für die politischen Entscheidungsträger in der EU noch zu verschlimmern, landete der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi letzte Woche in Moskau, um dem Kreml einen überraschenden Besuch abzustatten. Dabei versicherte er den Russen, dass ein Teil der bisher aus Spanien, Italien, Griechenland und Portugal importierten Erzeugnisse von ägyptischen Unternehmen geliefert werden könnten. Neben Ägypten sind noch weitere Länder näher an die traditionellen Verbündeten aus der Sowjet-Ära, beispielsweise Weißrussland und Kasachstan, herangerückt, insbesondere die südamerikanischen Staaten Brasilien, Argentinien, Ecuador und Paraguay. Sie wollen den Russen landwirtschaftliche Produkte liefern und neue Handelsallianzen gründen.

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*Russisch: Auf Wiedersehen